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Meine Nähmaschine und ich [Bücherregal]

nähen

Als Stöpsel von 10 Jahren, frisch auf dem Gymnasium, fehlte der Handarbeitsunterricht mir so sehr, dass ich ihn als Wahlfach belegte. Und da lernte ich das erste Mal nähen. Mangels einer Nähmaschine habe ich aber alles wieder verlernt. Als letztes Jahr bei Amazon eine tragbare Nähmaschine im Angebot war, ergriff ich die Chance – genäht habe ich nämlich im Gegensatz zum Stricken unheimlich gerne.

Doch nach 18 Jahren Abstinenz muss man ja wieder lernen wie es geht. Und wieder einmal ist die Perlenreihe mir hier sehr hilfreich. Leider hat das Buch nicht das schöne Aufklappformat der Häkel- und Strickbücher – aber da die Projekte auch nicht so genau verfolgt werden müssen, ist das nicht ganz so schlimm.

Zu Beginn wird erst einmal erklärt, worin der Unterschied zwischen Nähen mit der Hand und mit der Maschine ist. Danach wirft die Autorin einen Blick darauf, welche Maschine die beste für die eigenen Zwecke ist. Hat man erst einmal die Maschine, geht es um den perfekten Nähplatz und dessen Ausstattung. Hast du alles da? Dann kann man ja anfangen. Wie funktioniert so eine Maschine denn? Dazu erhält man eine beschriftete Abbildung, gefolgt von genaueren Erklärungen zu den einzelnen Teilen und den Möglichkeiten der Extraausstattung wie spezielle Nadeln. Nachdem man auch erfährt, wie der Faden eingelegt wird, schnappt man sich ein Probestück und probiert dann nach detaillierten Anleitungen aus, wie man näht. Ganz einfach und unkompliziert. Wenn dann alles klappt, gibt es Vorschläge für Anfängerprojekte, an denen man sich versuchen kann.

Handlich und gewohnt schön gestaltet mit vielen Bildern, Bildanleitungen und Zeichnungen ist Meine Nähmaschine und ich ein hilfreicher Ratgeber rund ums Maschinennähen.

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Neues aus alten Büchern [Bücherregal]

bücher

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Pingel bin, was meine Bücher angeht. Meine Bücher sind mir heilig – da wandert keins mit in die Badewanne (könnte ja reinfallen), keins wird zu weit geöffnet (Rückenbruch – Horror!) und dabei gegessen wird schonmal gar nicht (Fettfinger, pfui.). Und dennoch gibt es sie – die alten Bücher, für die ich keine Verwendung mehr habe und die auch niemand mehr haben will, weil sie nicht mehr einwandfrei aussehen. Aber einfach so wegwerfen? Bringe ich nicht übers Herz.

In „Neues aus alten Büchern“ gibt es für Menschen wie mich eine wunderbare Auswahl an Alternativen zur Mülltonne. Und in der Ära des „Mach dieses Buch fertig“-Buches wissen wir doch alle, dass in uns allen der kleine Buchzerstörer steckt. Insgesamt gibt es 35 Ideen, was man mit den alten Schinken machen kann, aufgeteilt in die Kategorien Grußkarten und Papeterie, Dekoratives für Zuhause (meine Lieblingskategorie!), Kreatives für Kinder und Tierische Ideen.

Wie vom Hauptverlag gewohnt ist das Buch in seiner Aufmachung einfach unschlagbar schön. Die Fotos der Projekte haben auf dem matten Papier ihren ganz eigenen Charme. In der Regel besteht eine Anleitung aus einer Doppelseite, auf der einen ein Foto des Projekts, auf der anderen die Anleitung mit liebevoll gezeichneten Anleitungsbildern. Die Anleitungen sind Schritt für Schritt abgeteilt und verständlich formuliert.

Zugegeben – auch wenn es eine Kategorie Kreatives für Kinder gibt – für junge Kinder sind die Anleitungen nicht geeignet. Dazu braucht man viel zu oft Fingerspitzengefühl, Geduld und scharfe Gegenstände. Apropos scharfe Gegenstände – die meisten Utensilien, die man braucht, hat man als Hobbybastler sowieso daheim oder kann sie sich im Bastelladen einfach besorgen. Eine Liste der nötigen Materialien und Techniken findet man hinten im Buch, gemeinsam mit Vorlagen, die man beliebig vergrößern und dann verwenden kann.

Was gibt es denn Schöneres für Buchfreunde, seine Wohnung oder sein Haus mit Papier schmücken zu können? Ich werde sicher einige Motive aus dem Buch verarbeiten.

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Naturgeschenke [Bücherregal]

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Wenn ein Geburtstag ansteht und ich die Flöhe frage, was sie verschenken, ist die Antwort meistens: „Ich hab was gebastelt.“ Dann gibt es mehr oder weniger verwirrende Erklärungen, was genau denn nun gebastelt wurde. In letzter Zeit wird da aber eher fleißig gestrickt. So ein selbst hergestelltes Geschenk ist doch etwas sehr Schönes und meine Geburtstagsgeschenke an die Flöhe sind auch selbstgemacht. Sollte einem aber mal nichts einfallen, was man so machen kann – wenn man Helena Arendts Buch „Naturgeschenke – 100 Ideen zum Gestalten mit Kindern“ besitzt, hat man mehr als genug Inspiration, um etwas zu finden.

Und wenn ich sage mehr als genug, meine ich das auch so – die Möglichkeiten sind unendlich und ich wusste gar nicht, was ich am Schönsten fand. Aufgeteilt nach Jahreszeiten findet man Unmengen an Geschenken, die man aus dem herstellen kann, was die Natur zu dieser Zeit hergibt. Das kann Dekoration sein, Essbares oder kleine Helfer für die Schönheit, hergestellt aus Pflanzen, Kräutern, Samen, Früchten und losen Ästen, aber auch aus Steinen und Lehm.

Das Buch ist natürlich darauf ausgerichtet, mit Kindern zu basteln – und denen muss man manchmal erst einmal beibringen, wie man denn die Materialien sammelt. Auch die Flöhe mussten erst lernen, dass man nicht wahllos Äste von Bäumen reißen kann, weil man sie „gerade braucht“ oder man sich mehr nimmt als man wirklich nötig hat. Darauf weist auch die Autorin hin.

Besonders gut fand ich auch, dass man für die Basteleien nicht unendlich viele zusätzliche Materialien benötigt und oft Reste und Verpackungsmaterial benutzen kann, die sonst im Müll gelandet wären. Die Anleitungen können dann Schritt für Schritt abgearbeitet werden.

Passend zum Motto ist das Buch in leuchtenden Farben gehalten, die Bastelanleitungen zeigen wunderschöne und farbenfrohe Fotos von Endergebnissen und fröhliche Kinder beim Schaffen. Ich kann dieses Buch jedem, der mit Kindern basteln möchte, nur empfehlen – einfache Anleitungen, wenig Material und kreative Ergebnisse sprechen hier für sich.

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Aus dem Papier-Atelier [Bücherregal]

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Mit Papier kann man wunderbare Sachen machen – man kann darauf schreiben, es zu Papierfliegern falten, Bilder darauf malen, damit Geschenke einpacken… oder man kann damit seine Wohnung dekorieren. Im Papieratelier von Marlis Maehrle findet man dafür wunderbare Anregungen.

Doch bevor man sich ans Schaffen macht, lernt man erst einmal etwas über das Material, mit dem man arbeiten soll – ich glaube, so bewusst habe ich mir noch nie gemacht, wie viele Arten Papier es gibt, obwohl ich viele davon kannte und mich auch daran erinnere, wie sie sich unter meinen Fingern anfühlen. Außerdem erfährt man, welches zusätzliche Material man sich anschaffen sollte, wenn man die Vorschläge nachmachen oder umwandeln möchte, die man später im Buch bekommt.

Nachdem man auch noch ein paar grundlegende Arbeitstechniken erklärt bekommen hat, kann man sich in das Bilderparadies der Papierbanner, Papierschalen und anderen Objekte stürzen, die Marlis Maehrle so entworfen hat. Zu jedem Objekt gibt es eine detaillierte Anleitung, wie man es herstellen kann. Im ersten Moment waren die Anleitungen für mich aber Nebensache, weil ich regelrecht gefangen war von den Bildern – die Papierobjekte sind so kunstvoll mit Licht in Szene gesetzt worden, dass man sich fast vorstellen kann, diese zerbrechlichen Objekte in der Hand zu halten oder vor seinem Fenster zu sehen, wie das Sonnenlicht hindurchscheint. Man erkennt in jedem die absolute Liebe fürs Detail, das die Künstlerin hat.

Nach den ganzen Kinderbastelbüchern, die ich immer durchblättere, war es für mich einmal eine Erholung, ein Buch zu betrachten, das deutlich für einen künstlerischen Erwachsenen gemacht wurde, der gerne etwas Besonderes für sich oder zum Verschenken herstellen möchte.

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Kritzeln krakeln schreiben [Bücherregal]

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In der ersten Klasse ist das wichtigste Lernwerkzeug nicht der Stift, sondern der ganze Körper. Wenn sich also jemand wundert, wieso ich immer so kaputt bin, wenn ich aus der Schule komme – ich mache permanent den Hampelmann für die Flöhe.

Vor allem im Bereich Schreiben muss ich mir immer wieder Neues überlegen, wie die Schüler nicht nur stur ihre Buchstaben aufs Blatt malen, sondern sie auch einmal abgehen, mit Knete formen und und und. Als ich über „Kritzeln kratzeln schreiben“ gestolpert bin, erhoffte ich mir einige kreative Ideen, die ich mit in den Unterricht nehmen kann. In diesem Buch erhält man tatsächlich Unmengen an Ideen, wie man mit Schrift umgehen kann – darunter auch das eine oder andere, was ich mir tatsächlich abkucken werde: ein Buchstabenwürfelspiel zum Beispiel, ein ABC-Puzzle oder der an chinesische Gewohnheiten angelehnte Riesenpinsel. Bastelanleitungen und Ideen gibt es aber auch für ältere Kinder oder Erwachsene. Unter anderem kann man lernen, wie man eine Morsemaschine baut.

Andere durchaus niedliche Ideen wie die Buchstabentiere werde ich mir wohl für ein künftiges Arbeitszimmer abkucken. Auch jemand, der Interesse daran hat, sich eigene Schriften zu entwickeln, bekommt hier Anleitungen für Kalligraphie und viele verschiedene Beispiele in unterschiedlichen Schriftstilen. Zusätzlich dazu kann man bei Interesse andere Ausdrucksarten lernen wie das Morsealphabet, das Alphabet in Zeichensprache oder das Flaggenalphabet.

Wer mit Buchstaben und Schriften kreativ sein möchte und bereit ist, das Geld auszugeben, findet hier eine kreative Ideensammlung, die man für sich noch individuell zusammenschustern kann.