7

Buch vs Film [Filme]

filmbuch

Als Literaturblogger hat man diese Diskussion wohl schon bis zur Erschöpfung ertragen – ist das Buch besser als der Film? Sind Literaturverfilmungen grundsätzlich schlechter, weil so viel weggelassen wurde? Kann man sich, nachdem man den Film gesehen hat, eigentlich noch seine eigene Vorstellung bewahren?

Ich würde ja gerne von mir behaupten, ich bin kein Mäkler, und meistens bin ich das nicht. Richtig radikal kann ich aber werden, wenn es um meine Lieblingsbücher geht. Zu diesem Thema mal ein Positiv- und ein Negativbeispiel.

Gut gemacht: Warm Bodies

Wenn man sich von der Vorstellung nicht abschrecken lässt, eine Liebesgeschichte mit Zombies zu lesen, dann erwartet einen bei Warm Bodies ein Buch, das einen dank seiner wunderbaren Sprache und sympathischen Charaktere lange nicht los lässt. Ein bisschen geschockt war ich dann doch, als das Filmplakat herauskam und es aussah wie das erste Twilightposter, nur eben mit Zombies. Dann noch dieselbe Produktionsfirma. Na danke.

Aber Summit kann was, nämlich auch gute Filme aus guten Büchern machen. Warm Bodies könnte ich genauso oft sehen wie lesen – nämlich immer wieder.

Das war nix: City of Bones

In Cassandra Clares Schattenjägerwelten habe ich mich schon Stunden herumgetrieben – mit ihren Büchern und im Gedanken, mit Wunschcasts und Fanvideos. Dann kam die Besetzung heraus und meine Vorfreude sank tief – beim besten Willen, Jamie ist nicht der Jace, den ich vor Augen hatte. Einzig bei Simons und Lukes Casting war ich begeistert (Yeah BBC Schauspieler!) und Godfrey Gao ist zwar ein echtes Leckerchen, aber leider dann viel zu unspektakulär für einen Magnus Bane hergerichtet worden.

Am Tag nach der Premiere saßen mein Freund (ebenfalls begeistert von der Buchreihe) und ich auch schon im Kino und ich hatte einen permanenten WTF-Gesichtsausdruck. Immer wieder musste ich fassungslos zwischen Leinwand und meinem Freund hin und her blicken und ihn fragen, ob das jetzt ihr Ernst wäre. Wäre Robert Sheehan nicht gewesen, ich hätte mich wohl am liebsten in meine Popcorntüte übergeben. Lieblos dahingequatschte Dialoge, keine Funken zwischen den Hauptdarstellern (was für ein angebliches Pärchen schon eine Leistung ist!) und was sollte der Mist mit den Tropfen, die man aus dem Portal ziehen konnte? Hat sich vielleicht mal jemand mit der Infernal Devices-Reihe auseinander gesetzt? Scheinbar nicht. Magnus war einfach ein Typ in Unterhosen, Alec plötzlich der wandelnde Arsch (und optische 30 Jahre alt) und der Stylist, der die Frisur von Valentine zu verantworten hat, sollte mal seine Augen testen lassen.

Selten, aber es gibt sie: Der Film, besser als das Buch

Zum einen zählt hier Hinter dem Horizont dazu, den ich ja schon beim Thema Lieblingsfilme aufgezählt habe. Ein weiterer Film, bei dem ich das Buch fast unerträglich fand, den Film aber liebe, ist „Vielleicht lieber morgen“. Darüber habe ich mich auf meinem Literaturblog aber schon ausgelassen. Auch fand ich das Ende in „Der Sternwanderer“ viel schöner als das vom Autor selbst.

blogger-forumCOM_blogparade3

5

Happy Halloween [Filme]

halloween

In der zwölften Klasse gab es eine Zeit, da lief ich immer mit dem Kopf im Nacken von unserer Garage zum Haus (das war ein kleines Stück von 200 Metern), wenn es dunkel war. Wieso? Weil ich Jeepers Creepers gesehen hatte und von der absolut irrealen Angst geplagt war, mich würde ein seltsames Wesen packen, um mich in seine Höhle zu schleifen und sich in meine Haut zu kleiden. Wäre zwar eh sehr eng geworden, aber trotzdem. Nun ist Jeepers Creepers ja nicht der anspruchsvollste Film. Wer nicht weiß, worum es geht, hier der Trailer:

Wieso ich ihn so gruselig fand? Weil man das Monster nur einmal richtig gesehen hatte – es gab Schatten, es gab Umrisse, es gab Millisekunden, in denen man einen kurzen Blick darauf werfen konnte. Andeutungen sind das, was mich wirklich zum Gruseln bringt. Aus demselben Grund fand ich Blair Witch Project nervenaufreibend und Paranormal Activity hab ich bis heute nicht gesehen, weil ich sonst wahrscheinlich nicht mehr ohne Licht schlafen könnte.

Mein Freund hingegen pflegt eine Hassliebe zu japanischen Horrorfilmen, auch in der billigen Reproduktionsfassung von amerikanischen Regisseuren. Solche Filme wie The Grudge:

Meine Empfehlungen für den morgigen Abend lauten wie folgt (zu den Trailern gelangt ihr, wenn ihr auf den Titel klickt. Alle Beschreibungen stammen von moviepilot.de):

Für den richtigen Grusel

Insidious: Neues Heim, Glück allein! Doch für Familie Lambert endet der Umzug in Insidious anders als erwartet. Bereits kurz nachdem sie ihr neues Traumhaus bezogen haben, häufen sich erste unheimliche Vorgänge. Besonders ihr Sohn Dalton spürt die Gegenwart dunkler Kräfte. Doch ehe er seine Eltern überzeugen kann, fällt er durch mysteriöse Vorgänge in ein Koma. Die Eltern sind ratlos, aber auch sie beginnen zu spüren, dass in ihrem Haus etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Ein erneuter Umzug soll die Familie vor den schrecklichen Vorgängen befreien und auch Dalton Erholung ermöglichen. Doch die dunklen Mächte scheinen es nicht auf das Haus abgesehen zu haben…

The Messengers: Nach langer Arbeitslosigkeit will Roy Solomon sein Glück als Farmer auf dem Land versuchen. Roy, seine Frau Denise, die Tochter Jess und ihr zweijähriger Sohn Ben ziehen von Chicago auf eine heruntergekommene Sonnenblumen-Farm in North Dakota.
Der 16-jährigen Jess fällt der Neuanfang und das Leben auf der Farm schwer und das macht sie auch deutlich. Deshalb glaubt ihr auch keiner in ihrer Familie, als sie von den unheimlichen Geschehnissen auf der Farm erzählt. Die Eltern vermuten einen Trick. Dieser Neuanfang ist so wichtig für Roy und Denise, dass sie sich durch nichts davon abbringen lassen wollen. Als Jess dann auch noch Geister erscheinen und sie versucht, das ihren Eltern zu erzählen, wird sie ignoriert. Doch Jess gibt nicht auf. Sie ist überzeugt davon, dass sich etwas Furchtbares in den Gemäuern der Farm abgespielt hat.

Für Anspruchsvolle

Das Waisenhaus: Laura kehrt mit ihrem siebenjährigen Sohn Simón an den Ort zurück, an dem sie aufgewachsen ist: ein verlassenes Waisenhaus, das sie nun wieder zum Leben erwecken will. Aber es wird ihr unheimlich, als ihr Sohn von unsichtbaren Freunden erzählt, die er gar nicht kennen dürfte: ihre alten Waisenhausfreunde! Als Simon plötzlich spurlos verschwindet und nicht wieder auftaucht, macht Laura diese Geister dafür verantwortlich und begibt sich auf die Spur einer schrecklichen Tragödie…

The Others: Kanalinsel Jersey, 1945: Die überprotektive Witwe Grace bewohnt mit ihren Kindern Anne und Nicholas ein riesiges Herrenhaus. Doch von Insel-Idyll keine Spur. Wegen der extremen Sonnenallergie der Kinder wird jegliches Licht mittels dicker Vorhängen und Fensterläden ausgeschlossen. Als Grace von drei plötzlich vor der Tür stehenden Bediensteten Hilfe angeboten bekommt, nimmt sie diese gerne an. Doch das Trio benimmt sich zunehmend eigenartig. Schon bald wird klar, dass Haus und Bewohner ein schreckliches Geheimnis bergen.

Für Gamer

Silent Hill: Die junge Mutter Rose kann nicht akzeptieren, dass ihre Tochter Sharon an einer tödlichen Krankheit leidet. Gegen den Willen ihres Mannes flüchtet sie mit der Kleinen, um sie von einem Wunderheiler behandeln zu lassen. Auf dem Weg passieren Mutter und Tochter ein Portal, das sie in eine andere Realität, das unheimliche, verlassene Städtchen Silent Hill, führt. Urplötzlich verschwindet Sharon-Rose folgt darauf dem vermeintlichen Schatten ihrer Tochter kreuz und quer durch die verwahrloste Stadt. Spätestens jetzt wird klar: Dieser Ort ist wie kein anderer. Unter der Herrschaft einer grausamen und todbringenden Dunkelheit sind die wenigen menschlichen Überlebenden in der Stadt gefangen. Zusammen mit Cybil – einer Polizistin, die geschickt wurde, um sie und Sharon zurückzubringen- macht sich Rose auf die Suche nach ihrer Tochter. Während sie mehr über die Geschichte von Silent Hill erfährt, muss Rose feststellen, dass Sharon nur eine kleine Figur in einem übergeordneten Spiel ist. Für das Leben ihres Kindes schließt Rose einen Pakt mit dem Bösen und zahlt dafür einen hohen Preis.

Für Trashliebhaber

Jennifers Body: Jennifer, das heißeste und beliebteste Mädchen der Stadt, ist von einem Dämon besessen. Seither fällt sie über ihre zahlreichen Verehrer her, um ihren unstillbaren Durst nach Blut zu befriedigen. Auch Jungs, die bisher nie eine Chance bei ihr hatten, stellen nun einen ganz besonderen Reiz für sie dar. Als Jennifers beste Freundin Needy begreift, was vor sich geht, versucht sie Jennifer und damit auch die Jungs ihrer Stadt zu retten…

Tucker und Dale vs. Evil: Tucker und Dale sind beste Freunde, die ihre Zeit in den abgeschiedenen Wäldern von West Virginia mit all dem verbringen, was beste Freunde eben so tun – sie trinken Bier, gehen jagen und schauen auch mal schüchtern den Mädchen hinterher. Als sie eines Tages während eines Ausflugs mit einer Schar großstädtischer Teenager kollidieren, glauben die, echt perverse Hillbillies vor sich zu haben: Hilfe! Panik! Gestammelte Erklärungen machen alles nur noch schlimmer. Als die Landeier wenig später die hübsche Allison vor dem Ertrinken retten, wird dies prompt als Entführungsversuch fehlinterpretiert. Schon schreiten die Städter entschlossen und mit allem, was der Geräteschuppen hergibt, zur Gegenwehr. Jetzt wird guter Rat teuer, bald stapeln sich die ersten Leichen im Wald.

Für die, die sich nicht gruseln wollen

Warm Bodies: Warm Bodies spielt in einer völlig zerstörten Post-Apokalypse, in der sich Zombies und die wenigen verbliebenen Menschen nur mühsam ernähren können. R ist ein Zombie, immer hungrig nach Gehirnen, die ihm die Erinnerungen seiner Opfer lebendig werden lassen. Doch er ist anders als seine Artgenossen, denn obwohl er sich kaum ausdrücken kann, ist er voller Gedanken und Träume. Als er in den Ruinen einer verlassenen Stadt auf Julie trifft und dabei das Gehirn ihres Freundes Perry verspeist, verliebt er sich in sie und verspürt den Drang, sie zu retten, anstatt sie zu essen. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit beginnt zwischen beiden nach anfänglicher Todesangst eine zährtliche Freundschaft

Corpse Bride: Victor befindet sich im Zwiespalt, denn er soll seine Verlobte Victoria heiraten, die er gerade erst kennengelernt hat. Bei einer kurzen Rast steckt er seinen Ehering auf einen kleinen Ast und sagt sein Hochzeitsverprechen auf. Doch es war kein Holzstück, sondern der verrottete Fingerknochen eines ermordeten Mädchens, das nun als Zombie zurückkehrt und darauf besteht, dass sie Victors rechtlich angetraute Ehefrau ist…

Für die mit viel Zeit und exzellentem Geschmack

Supernatural: Sam und Dean Winchester haben als Kinder ihre Mutter verloren, als diese in einem – wie sich später herausstellt – durch einen Dämon verursachten Feuer verbrannte. Ihr Vater verbrachte sein Leben seitdem mit der Suche nach dem Mörder seiner Frau, um Rache zu nehmen. Seine Kinder nahm er mit sich, um sie zu lehren, das Böse zu bekämpfen.

Sam verließ dieses Leben als Jäger, um auf der Stanford Univerity zu studieren. Dean blieb bei seinem Vater. Als jedoch der Vater von einer Jagd nicht zurückkehrt, bittet Dean Sam, ihm zu helfen. Als kurz darauf auch noch Sams Freundin auf ähnliche Weise stirbt wie seine Mutter, ist dies für ihn Anlass genug, die Uni zu schmeißen und sich auf die Suche nach dem Mörder zu machen. Als der Vater auf unerklärliche Weise verschwindet, holt Sam die Vergangenheit ein: Sein Bruder Dean möchte sich mit ihm auf die Suche machen. Immer wieder verfolgt von den Bildern vom Tod der Mutter, hat Dean seinen Vater stets bewundert und teilt dessen gefährliche Obsession für das Dämonische. Auf ihrer Reise quer durch die USA stoßen die beiden ungleichen Brüder auf eine unbekannte Welt, beherrscht von Hexen, Geistern und Dämonen, die auch vor Sams neuem Leben nicht mehr Halt machen. Um ihren Vater zu finden, bekämpfen die Brüder jede übernatürliche Macht, die sich ihnen in den Weg stellt…

blogger-forumCOM_blogparade3

0

Never again [Film]

blogger-forumCOM_blogparade3“Never again” – das gilt für viele Filme. Bei manchen fällt mir nicht einmal mehr der Titel ein, nur dass sie gruselig sein sollten, aber eigentlich nur absolut ekelhaft und lächerlich waren. Mal davon abgesehen ist das letzte Genre, das ich mir ansehen würde, Katastrophenfilme. “The Day after Tommorrow” war der erste und einzige Film, bei dem ich vorzeitig das Kino verlassen habe, weil ich dermaßen gelangweilt war, dass mir die Zeit zu schade war.

Im ersten Moment schoss mir aber diese eine Film in den Kopf und bei dem bleibe ich nun auch: “Mirrors”

never again

Ben Carson (gespielt von Kiefer Sutherland, dessen Namen ich schon nur schwer aussprechen kann) ist ein ehemaliger Polizist, der nun in einem geschlossenen EInkaufszentrum Nachtwächter ist, das vor Jahren ausgebrannt ist. Leider stellen sich die Spiegel im Kaufhaus als Blicköffner auf die beim Brand getöteten Menschen heraus. Ben erhält von ihnen den Auftrag, “Esseker” zu suchen – wie seine Vorgänger auch, die alle getötet wurden genauso wie ihre Liebsten. Hat man bei der Jobbeschreibung leider vergessen zu erwähnen, so ein Pech. Ebenso wie die Tatsache, dass das alte Kaufhaus mal eine Psychiatrie war. Psychiatrien eigenen sich ja auch so gut zum Umbau in Kaufhäuser.

Die Story an sich ist flach, aber das stört mich nicht vordergründig – ich wollte nur gegruselt werden. Was ich nicht wollte, war, den halben Film mit dem Kopf zwischen Armhöhle und Seite meines Freundes zu verbringen, weil der Film nicht gruselig, aber völlig unnötig brutal war. Für mich hat Grusel eher etwas mit subtilem Horror zu tun – je weniger ich sehe und nur erahnen kann, desto besser. Ich möchte nicht sehen, wie eine Frau sich selbst den Kiefer ausreißt, dankeschön.

Der Nachfolger “Mirrors 2” wurde nicht einmal mehr fürs Kino produziert, sondern nur für DVDs. Tja.

Diese Blogparade wird gesponsort von

bln5

11

Gut, besser, am besten [Film]

blogger-forumCOM_blogparade3Zum Thema “Gut, besser, am besten” fielen mir sofort meine drei Lieblingsfilme ein. Das sind Filme, die ich (tweilweise schon seit langer langer langer Zeit) immer wieder sehen könnte, ohne dass sie mir langweilig werden würden.

P1010556

Platz 3: Einfach zu haben (Easy A / 2010)

Emma Stone als Olive, die das Gerüchtenetz ihrer High School dazu nutzt, ihrem schwulen Freund zu einem neuen Ruf zu verhelfen. Ich liebe den Humor dieses Films und Emma Stone ja sowieso.

Platz 2: Eiskalte Engel (Cruel Intentions / 1999)

Der Film mit dem besten Soundtrack ever. Basierend auf dem Buch “Gefährliche Liebschaften”, das im 18. Jahrhundert spielt, wird hier eine Geschichte über Sex und Intrigen und unerwartete Liebe gesponnen.

Platz 1: Hinter dem Horizont (What dreams may come / 1998)

Robin Williams hat es ja so an sich, dass er zu Tränen rührende Charaktere spielt. Auch hier schafft er es als Chris Nielsen, dass ich sämtliche verfügbare Taschentücher auspacken muss. Nach seinem Tod bei einem Autounfall versucht er, seine Frau aus einer Art Hölle zu holen, in die sich selbst durch ihren Selbstmord manovriert hat. Dabei trifft er auf unerwartete Hilfe.

Diese Blogparade wird gesponsort von

bln5