Weltlehrertag [Und sonst so?]

Heute ist Weltlehrertag. Wahrscheinlich interessiert dieser Tag nur Lehrer – oder nicht einmal die. Dennoch erschien heute in der SZ ein netter Artikel, in dem sich ehemalige Schüler bei ihren Lehrern entschuldigen:

Entschuldigung!

Zeit für mich, auch ein paar Worte loszuwerden, vor allem, da ich nun auf der anderen Seite stehe.

Liebe Latein-, Mathe-, Chemie- und Physiklehrer: Entschuldigung, dass ich genausowenig Interesse an eurem Fach hatte wie die Bereitschaft, es zu verstehen. Halbherzige Nachhilfeversuche zählen nicht. Auch ein Entschuldigung an jeden armen Nachhilfelehrer, der es mit mir versucht hat. Vielen Dank jedoch für eure Geduld, es immer wieder mit mir zu versuchen und mich mit mündlichen Noten zum Abitur zu schieben. Ich habe sogar ein Latinum. Man sollte es kaum glauben.

Liebe Lehrer, die ich alle je hatte. Entschuldigung dafür, dass ich immer in der letzten Reihe herumgegammelt habe, kaum mit euch sprechen wollte, dafür sehr kommunikativ mit all meinen Klassenkameraden war. Entschuldigung für jede pubertäre Ausfälligkeit und hormonell bedingten Höheflug. Danke, dass ihr über so manches hinweg gesehen habt und es nicht persönlich genommen habt.

Danke liebe Lehrer, die hingesehen haben, wenn es in meinem Leben nicht rund lief. Danke für jede Unterstützung, ob ich sie nun mitbekommen habe oder sie hinter meinem Rücken ablief. Danke für die Lehrer, die sich nachmittags mit uns in allen möglichen Zusatzkursen herumschlugen – danke für Chor, Theater, Cheerleaden, Handarbeit und Journalismus und der armen Frau, der der Arbeitskreis gegen Rassismus aufgezwungen wurde.

Danke den Lehrern, die von uns gegangen sind und die meine Vorbilder waren – man kann kaum glauben, wie sehr einem jemand ans Herz wächst, an dem man sich sein Schulleben lang reibt. Ich denke immer noch gerne an euch zurück.

Und als Lehrer sage ich danke an meine ehemaligen und jetzigen Schüler, deren Geduld mit mir, auch wenn ich als blutiger Anfänger noch so viele Fehler mache, ihre Bereitschaft, sich mit mir auseinanderzusetzen und dem zuzuhören, was ich zu sagen habe.

Wofür würdet ihr euch heute bei euren Lehrern entschuldigen oder bedanken?

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